Die Wiederkehr der Verdrängten als Anfang vom Ende des neoliberalen Kapitalismus

In: Heinrich Geiselberger (Hrsg.): Die große Regression – Eine internationale Debatte über die geistige Situation der Zeit. Suhrkamp, Berlin 2017, S. 253-274.

„Der Weg in die Zukunft, in eine neue Expansion, wie sie jedem Kapital Herzensanliegen ist, führte nach draußen: in die noch erfreulich unregierte Welt einer grenzenlosen globalen Ökonomie, in der Märkte nicht mehr in Staaten, sondern Staaten in Märkte eingeschlossen sind.“

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English translation:

The Return of the Repressed

New Left Review, Vol. 104, March-April 2017, pp. 5-18.

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Sonderweg aus der Solidarität

Besprechung von: Johannes Becker / Clemens Fuest: Der Odysseuskomplex. Ein pragmatischer Vorschlag zur Lösung der Eurokrise. Hanser Verlag, München 2017

Süddeutsche Zeitung, 27. März 2017, S. 13.

Was tun, wenn man stecken geblieben ist – wenn es weder vorwärtsgeht noch zurück? Johannes Becker, Direktor am Institut für Finanzwissenschaft der Universität Münster, und Clemens Fuest, Präsident des Münchner Ifo-Instituts, versuchen es seitwärts. Die Währungsunion ist ein Desaster, aber die politische Union, die das heilen könnte, wird es nicht geben, und eine Rückkehr zu nationalen Währungen darf man nicht wollen. Der „pragmatische Vorschlag“: mehr nationale Autonomie durch weniger internationale Abhängigkeit; mehr nationale Demokratie bei mehr nationaler Verantwortung; weniger Politik und mehr Technokratie auf europäischer, dafür weniger Technokratie und mehr Politik auf nationaler Ebene. (Weiterlesen auf süddeutsche.de)

Wenn die EU untergeht, wird keiner weinen

Kein Ende mit Schrecken. Aber ein Schrecken ohne Ende?

Die Zeit, 13. Oktober 2016, Seite 47

Steht die Europäische Union, von ihren Betreibern „Europa“ genannt, vor dem Ende? Wird sie an der Krisenkonjunktur unserer Tage zerbrechen – dem britischen Austritt, den Flüchtlingen, dem unaufhaltsamen wirtschaftlichen Abrutschen des Mittelmeerraums, der sich ankündigenden deutschen und italienischen Bankenkrise? So schnell verschwinden Institutionen nicht; eher geraten sie außer Gebrauch, verfallen, werden umgenutzt, ausgeschlachtet, überbaut. Das kann sich hinziehen, und wenn es gut geht, wird daraus ein gleitender Übergang zu einer neuen Ordnung, eine Reform ohne Reformer. Ebenso möglich aber ist ein dauerhafter Ordnungsverlust, ein normalisierter Stellungs- und Abnutzungskrieg, der sich selbst verlängert, indem er jeden guten Willen zu einem Neuanfang zerstört. (…)

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