Yes We Can! Or Can We?

In: Dublin Review of Books, Issue 162, August 29, 2026

Who is the Moses who will lead Europe? Marsh’s candidate is Germany. Not ideal, Marsh knows, but better than nothing, he seems to say.

Can Europe Survive? The Story of a Continent in a Fractured World, by David Marsh, Yale University Press, 515 pp, £25, ISBN: ‎978 0300273007.

This is a book that comes armed to the teeth. Its author, a former Financial Times European editor, has assembled thirty-six endorsements for a five-page overture, ten by central bankers, past and present, the rest by ambassadors and former ambassadors and all sorts of ‘global heads’ of whatever, senior fellows and advisers, the procession being led by Gordon Brown on the front cover (‘A privilege to read’) followed by, going by protocol, Lord David Owen. For good measure, a foreword is contributed by Joachim Nagel, president of Deutsche Bundesbank and, perhaps soon, of more.

David Marsh interviewed an astonishing 167 people, listed at the tail end of the book with their credentials described in loving detail, over two years from mid-2023 to mid-2025. Most of them, one is tempted to say, are from the Anglosphere but this is, after all, where things happen. Even larger is the share of those that are ‘from finance’ – private, semi-private, public, semi-public, national and international finance. Thirty are from Germany, none is from Russia; I will return to this later. Some were interviewed more than once, mostly at their place of residence but sometimes, if unavoidable, by video conference. Sociologists and political scientists, who in their humble ‘projects’ try to make sense of and extract something like ‘theory’ from a maximum of fifty ‘expert interviews’, can only express their admiration or abstain from doing so out of sheer envy. (…)

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Man muss auch gewinnen können

In: Frankfurter Rundschau, 27. August 2026

Wann lohnt sich ziviler Ungehorsam gegen die AfD? Der Protest 1969 gegen die NPD als Beispiel.

Ziviler Ungehorsam ist mehr als ein Seminarthema für Verfassungsjuristen. Vor allem ist er, mit Max Weber: Kampf – politischer Kampf, der gewonnen werden will auf Kosten anderer, die ihn verlieren sollen. Verlierer soll sein, wer ein Recht in Anspruch nimmt, das in Widerspruch zu einem nach Ansicht der zivil Ungehorsamen höheren Recht steht. Ebenfalls verlieren soll der Staat, der das niedere, nur „legale“, nicht aber „legitime“ Recht erlassen hat und zur Geltung bringt.

Kämpfe über Recht und Unrecht, Legalität und Legitimität werden nicht auf dem Papier entschieden, sondern von warm bodies, wie man in Amerika sagt. Sie müssen sich vor aller Augen abspielen, weshalb die den Rechtsgehorsam verweigernden Verfechter des legitimen, wenn auch (noch!) nicht legalen Rechts, massenhaft auftreten müssen, um ihre Betroffenheit als eine allgemeine erscheinen zu lassen. Ihr Ziel muss sein, die beobachtende Öffentlichkeit dazu zu bringen, vom Staat als dem Herrn der Legalität zu verlangen, sein Recht und sein Handeln nicht an dieser, sondern an der Legitimität seiner Opponenten zu orientieren.

Ob das gelingt, hängt nicht notwendig davon ab, wer die besten verfassungsrechtlichen Argumente hat. Wer die Redeschlacht der Juristen gewinnt, hat damit noch nicht die Schlacht um Herz und Verstand der zuschauenden Massen gewonnen. Im Nebel des politischen Schlachtfelds ist man, wie vor Gericht und auf hoher See, in Gottes Hand. Die Strategen auf beiden Seiten müssen deshalb nicht nur ihren Rechtsstandpunkt vertreten. Zugleich müssen sie siegversprechende Taktiken entwickeln – die Staatsorgane und die Nutznießer der Legalität, um ihrer politischen Entmachtung zu entgehen, und ihre Herausforderer, um die Nutzer des positiven Rechts als Nichtsnutze kenntlich zu machen und ihre staatlichen Helfer als nützliche Idioten, wenn nicht gar heimliche Verbündete. Dabei kann man Glück haben oder Pech.(…)

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Wer soll das bezahlen?

In: Jacobin, 31. August 2026

Was ist gemeint, wenn gesagt wird, dass wir uns in einer »Polykrise« befinden? Alle Staaten des immer weniger demokratischen Kapitalismus sind heute mit einem ähnlichen Bündel von mehr oder weniger im Stillen aufgewachsenen Krisen konfrontiert. Ihnen zugrunde liegt eine lange schwärende, nunmehr endgültig ins Tageslicht ausgebrochene Finanzkrise des Staates, bei der wachsende Anforderungen des sich entwickelnden Kapitalismus an die Gesellschaft auf eine sinkende Fähigkeit demokratischer Politik stoßen, sich die für deren Bedienung benötigten Finanzmittel zu beschaffen. Eine der Folgen ist ein bemerkenswert paralleler Aufstieg in allen einschlägigen Ländern von neuartigen staatskritischen Oppositionsparteien, die die alt gewordenen Staatsparteien der Nachkriegszeit von der Macht zu verdrängen drohen.

Die Einzelheiten unterscheiden sich von Land zu Land, freilich nicht sehr. Was Deutschland angeht, so steht heute jede Regierung, gleich wer sie anführt, vor etwa den folgenden, ebenso kritischen wie zumindest kurzfristig unlösbaren Problemen, die alle Resultat einer langjährigen latenten Austeritätspolitik in Gestalt von unterlassenen Investitionen in öffentliche Güter aller Art sind. In Deutschland gehören dazu, in unsystematischer Reihenfolge: ein stagnierendes Wirtschaftswachstum, das den wirtschaftlichen Strukturwandel als Bedrohung erscheinen lässt; der Verfall der physischen Infrastruktur, der Bahnen, Brücken und Straßen; die wachsende Wohnungsnot und die steigenden Mieten in den Städten; die versäumte Anpassung von Stadt und Land an die Folgen des Klimawandels; das Fehlen einer Einwanderungspolitik zum Ausgleich der Alterung der Bevölkerung bei gleichzeitigem steilem Rückgang der Geburtenraten; das Absacken des Schulsystems, insbesondere der Grundschulen; die Verschuldung der Kommunen und deren abnehmende Fähigkeit, notwendige Investitionen zu tätigen und benötigte Dienstleistungen zu erbringen; die wachsende Ungleichheit der Einkommen und Vermögen, bei langjährigem Zurückbleiben insbesondere von Familien mit niedrigen Einkommen, vor allem solcher alleinerziehender Frauen; und nicht zuletzt eine verbreitete Zukunftsangst, auch wegen befürchteter Kürzungen immer schwerer finanzierbarer Leistungen der staatlichen Daseinsvorsorge…

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Integration jedenfalls nicht. Über die Aussichten des „Europäischen Projekts“

Dimitras-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften, DTIEV-Online Nr. 1/2026.

„Verfassungsprozesse in Bewegung“, so das Thema unserer Konferenz, vermag ich nicht zu erkennen, schon gar nicht teleologischer Art, etwa in Richtung auf die vielbeschworene „ever closer union of the peoples of Europe“. Eher Ent- statt Verfassung, ein Ende von Verfassbarkeit im Sinne von Rationalisierung gewachsener und durch Verfassungsreform weiterzuentwickelnder Strukturen. Juristen lieben das Rationalisieren, Kodifizieren, kohärent Machen, widerspruchsfrei Zusammenfassen. Das kann ich nicht bieten. Wenn überhaupt, kann man sich die EU mit Hilfe des Garbage-Can-Modells komplexer Organisation2^2 als anarchische Sammlung von „choices looking for problems, issues and feelings looking for decision situations in which they may be aired, solutions looking for issues to which they might be the answer, decisions makers looking for work“ vorstellen – nur mit dem Unterschied, dass die EU nicht einfach eine Organisation ist, sondern eine internationale Organisation ohne demokratische Legitimationsbasis, mit demokratisch verfassten, also von der Zentrale aus gesehen risikoträchtigen Mitgliedstaaten, für sie eine Art Zufallsgenerator, unberechenbar sogar für Juristen. Von unten betrachtet hat das Handeln der EU zunehmend Konsequenzen für ihre Mitglieder, aus deren Sicht sich die EU von einem politische nice to have zu einem zu beherrschenden Problem entwickelt, das immer größeren Teilen der nationalen Wählerschaften unwillkommen ist: siehe das andauernde Wachstum „rechter“ Parteien, dass die EU sich statt auf Integration auf Desintegration hinbewegt, weil sie sich mit für sie unlösbaren Problemen, selbstgemacht oder aufgedrückt, überladen hat und die „organisierte Anarchie“ des Mülleimers anfängt, die Mitgliedsstaaten nicht nur Geld, sondern auch die Zustimmung ihrer Bürger zu kosten.

Heute fehlen der EU und ihren Mitgliedstaaten überzeugende und vor allem konsensfähige Antworten, wenn es um die zukünftige Rolle der Union nach der „Zeitenwende“ geht. (…)

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Ending Modern Capitalism requires a comprehensive transformation of an established civilization

An interview with Wolfgang Streeck by Gulan, July 25, 2026

Gulan: In “How Will Capitalism End?”, you contend that rather than being replaced by a logical alternative, modern capitalism is about to enter a protracted era of systemic breakdown. If capitalism is truly disintegrating into what you refer to as a „post-social order,“ what institutional innovations or political creativity may still stop this trend toward inequality and fragmentation, and where, if anywhere, do you find historical antecedents for such changes?

Professor Dr. Wolfgang Streeck: Let me elaborate a bit on what I wrote a number of years ago. Modern capitalism is not just a way of extracting surplus value; it is a way of life, a culture, perhaps even a religion. Ending it requires a comprehensive transformation of an established civilization, from the cradle to the grave, from production to consumption to reproduction. Such a transition takes time. It needs much more than someone in power, an individual or a party, to declare capitalism out and socialism in, unlike what Lenin believed or pretended to believe he was doing – and also unlike Yeltsin, who could decree at a press conference that from tomorrow on capitalism would replace communism…

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Notizen zur politischen Ökonomie des Krieges

Berlin Review, 25. Mai 2026

Vorveröffentlichung aus «Gewaltbereit: Essays zur Zeitenwende» lmverlag, August 2026

In Kriegen geht es um Töten und Sterben. Das macht sie zu leidenschaftlichen Angelegenheiten, die an das Metaphysische grenzen. Vor Ort auf dem Schlachtfeld gibt es keine technokratischen Kriege, die sauber und kühl mit der Haager Landkriegsordnung in der Hand abgewickelt werden. Wenn Soldaten vor der Wahl stehen, ein Kriegsverbrechen zu begehen oder zu sterben, denken sie nicht lange nach. Sie können auch nicht anders als diejenigen zu hassen, die Befehl haben, sie zu töten, was es einfacher macht, sie vorsichtshalber zuerst zu töten. Die Familien in der Heimat werden es verzeihen; es ist besser, wenn der Feind stirbt als der Sohn, Ehemann oder Vater. Strafverfolgung von Soldaten aufgrund von Kriegsverbrechen durch ihr eigenes Land ist selten; noch seltener kommt es zu einer Verurteilung; im Krieg geht Kampfmoral vor Moral.

Kriege ernähren sich selbst, von sich selbst…

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English version:

Notes on the Political Economy of War

In: Berlin Review, May 25, 2026.

Excerpt from Zeitenwende: Prone to Violence by Wolfgang Streeck, forthcoming from Verso Books in the fall of 2026.

Wars are about killing and getting killed. This makes them passionate affairs, bordering on the metaphysical. When it comes to combat on the ground, there are no technocratic wars, clean and cool, conducted on the battlefield with the Hague Land Warfare Convention in hand. If the choice is between committing a war crime and dying, soldiers don’t think long. They also cannot but ultimately hate those who are out to kill them, which makes it easier to kill them first as a precaution. Families back home will forgive; it is better if the enemy dies than their son, husband, or father. Prosecution of soldiers by their country for war crimes is rare; even rarer is conviction, morale being more important in war than morals.

Wars feed on themselves. (…)

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No end in sight: Reflections on recent literature on the destruction of Gaza

In: European Journal of Social Theory, 1-12

Will the destruction of Gaza, the extermination of its society end before it is completed? Not if the government of Israel, the majority of its citizens and the United States have their way. Israel will never make peace with the Palestinian people, not in Gaza, not in Jerusalem, not on the Westbank. As long there are Palestinians between the river and the sea, they will stand in Israel’s way—mission not accomplished. In fact, now, after 2 years of slaughter, peace, whatever its terms, would be nothing short of a national catastrophe for Israel, a devastating defeat. Peace would have to end the blockade of Gaza, which has by now lasted almost two decades, subsidized by four American presidents: Bush, Obama, Biden, and Trump. Gazans would have to be released from their open-air prison, visitors allowed in. Pictures, many more than now, would find their way out of a ravaged landscape of irreparably damaged homes, schools, hospitals, churches, and universities. Stories would be told, of children without parents, parents without children, families without mothers or fathers, emaciated, starved, crippled in body and soul. Investigations would get under way, and not just by the corrupt, Israel-paid so-called Palestinian Authority: witnesses would be heard, memories recorded, events reconstructed, Israeli commanders responsible for the worst crimes identified, and genocide would cease to be a legal abstraction. The state of Israel would finally end up a pariah state, as Germany might have after 1945 had it not been for its American friends needing an ally-vassal against the Soviet Union and for the Korean War. “Enjoy the war, peace will be terrible,” Germans used to whisper to each other as WWII drew to a close.

No end in sight. The nightmare will go on, and will be allowed to go on, as long as there are still Palestinians that refuse to be ruled by the likes of Netanyahu. (…)

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„Die Amerikaner werden mit den Europäern noch eine ganze Weile Schlitten fahren“

Ein Interview mit Wolfgang Streeck von Michael Hesse, Frankfurter Rundschau, 23. Januar 2026

Der Soziologe Wolfgang Streeck über Amerikas Gewaltpotenzial, die europäische Ohnmacht und den Zerfall
der alten Ordnung.

Herr Streeck, Trump hatte in seiner ersten Präsidentschaft verkündet, sich vor allem um die Amerikaner kümmern zu wollen. Erleben wir nun gerade eine Art Neo-Imperialismus der USA?

MAGA (Make America Great Again), Trumps Programm, hatte immer zwei Seiten: Repariere die kaputte amerikanische Gesellschaft oder restauriere die Weltherrschaft der USA. Welche Seite gemeint war, blieb immer offen und ist es heute noch. Einmal Isolationismus, ein andermal Interventionismus, zurzeit gerne auch beides abwechselnd oder zugleich. Eine Mischung besonderer Art ist übrigens Trumps „Donroe Doktrin“: Interventionismus beschränkt auf Mittel- und Südamerika; an sich nichts Neues. Global gesehen liefe das heute auf eine Aufteilung der Welt in gegenseitig respektierte regionale „Einflusszonen“ hinaus, in denen jeweils eine Großmacht mehr oder weniger nach Belieben schaltet und waltet. Nicht in dieses Bild passen beispielsweise die bedingungslose Unterstützung Israels in seinem Vernichtungskrieg in Gaza und der Westbank und die Drohungen, den Iran zu bombardieren (…)

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English version:

American Violence

In: New Left Review, January 28, 2026.

During his first term as president, Trump vowed to focus primarily on the American people. Are we now, by contrast, witnessing a kind of US neo-imperialism?

Trump’s programme to Make America Great Again always had these two sides: repair America’s broken society or restore US world domination. Which of these was dominant remained open and is still so today. Sometimes we have isolationism, sometimes interventionism; currently both alternately or even simultaneously. Trump’s ‘Donroe Doctrine’ is a particular version of this mixture: interventionism, but limited to Central and South America; nothing new in itself. Globally, this would amount to a division of the world into mutually respected regional ‘spheres of influence’ in which a major power more or less rules as it pleases. What does not fit into this picture is the unconditional support for Israel in its war of annihilation in Gaza and the West Bank, nor the threats to bomb Iran (…)

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Social Contract or Expert Rule: Capitalism, Democratic Politics, Economic Expertise, and the Battle against „Populism“

In: Critical Review, 1-21

The German Wirtschaftswunder was not the result of economic expertise applied by Ludwig Erhard to postwar West Germany. There is no universally applicable theory-cum-practice of a “social market economy.” A capitalist economy is a political economy that requires an – always fragile – political settlement between capital and labour, one that needs to be re-negotiated on a current basis in the light of changing relations of power between the classes. To the extent that this requires expertise, it is the expertise of political practitioners, not of economists.“The economy” is not a second nature but a social battlefield..

François Godard’s book Germany, France, and Postwar Democratic Capitalims: Expert Rule – based upon his doctoral dissertation at the University of Geneva – could not be more ambitious: a history of post-1945 economic policy, indeed political-economic state-building, or democracy-building, in the two largest West European countries, Germany and France, complemented by two shadow cases, the UK and Italy, stretching out over nearly three decades. What we have here is, in short, high-grade historical institutionalism, driven by a dual program: empirically-historically, to show that West European postwar prosperity was owed, not to political compromise between capital and labor, but to states and governments applying expert knowledge on the economy to the economy; and theoretically-paradigmatically, to suggest that what counts in the world of democratic capitalism, and presumably not just there, are expert ideas, or “ideational models,” adopted and realized by government, rather than economic interests or the deals struck with and between them. (…)

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The World Wolfgang Streeck Wants

An interview with Wolfgang Streeck by Daniel Steinmetz-Jenkins, The Nation, June 18 2025

A conversation with the German sociologist about the challenges that face Europe and his polarizing views on how to roll back the excesses of globalization.

The New York Times called you “the Karl Marx of our time” after the release of Taking Back Control?, which diagnosed the crisis of “neoliberal globalization” and liberal democracy. Of course, there are plenty of theories regarding the cause(s) of this crisis, so what makes your argument distinct—and are you surprised by the attention the book has garnered here in the US?…

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