Wolfgang Streeck: Muss die EU scheitern?

Politischer Club, Evangelische Akademie Tutzing, 19. März 2022.

Online-Vortrag und Debatte mit Prof. em. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Streeck, Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIfG) in Köln.

Moderation: Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing und Dr. Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a.D. und Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing.

Youtube:

D’une crise à l’autre: les nouvelles interdépendances entre l’État et la finance globale: Entretien croisé avec Daniela Gabor, Frédéric Lebaron et Wolfgang Streeck

Réalisé, traduit et annoté par Rafaël Cos, Sarah Kolopp, Ulrike Lepont, Caroline Vincensini, Critique internationale, 2022/1 (N° 94), 171-193.

La pandémie de Covid-19 a surpris par la violence de ses effets sur les systèmes politiques et économiques mondiaux, et ce alors même qu’elle semble aussi s’inscrire dans une sorte de crisologie ordinaire. C’est tout le paradoxe que, depuis 2008, un ensemble quasi continu de chocs économiques et financiers routinise, tout en les déplaçant, les diagnostics alarmistes : après la « crise des subprimes», suivie de la « crise de la dette », les conséquences de la « crise écologique » sur le capitalisme mondial se télescopent aujourd’hui avec la « crise sanitaire » et le placement sous perfusion des économies nationales. (…)

RevDem Podcast

Central European University, Democracy Institute, January 21, 2022.

Wolfgang Streeck, Max Planck Institute for the Study of Societies.

Interview by:

Laszlo Bruszt, Co-director of the CEU Democracy Institute, Professor of Sociology at the Central European University, and Editor-in-Chief of RevDem.

Michal Matlak, Managing Editor of the Review of Democracy, and Fellow at the CEU Democracy Institute.

Video:

Audio:

Buchpräsentation im Disput: Wolfgang Streeck, Zwischen Globalismus und Demokratie

Haus am Dom, 17. Februar 2022.

Diskutanten:

Nicole Deitelhoff, Friedensforscherin, Direktorin des Leibniz-Institutes Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt.

Astrid Séville, Politikwissenschaftlerin, Akademische Rätin am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität, München.

Wolfgang Streeck, Soziologe, bis 2014 Direktor am Max-Plank-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln.

“Berlino fa i suoi interessi. E continuerà a farlo”

Intervista di Cinzia Sciuto, MicroMega+, Gennaio 28, 2022.

La Germania dopo il lungo cancellierato di Angela Merkel e il suo ruolo nell’Ue. L’analisi del sociologo tedesco: “Non ci saranno modifiche ai Trattati. I Paesi che soffrono dell’unione monetaria dovrebbero pensare a come liberarsene invece di sperare in compensazioni da parte dei Paesi che ne beneficiano”.

Dopo 16 anni al potere, dall’8 dicembre scorso Angela Merkel non è più cancelliera. Quali sono stati i momenti più significativi del suo cancellierato, quali gli errori più gravi?

Questa è una domanda per rispondere alla quale servirebbero uno o due libri! Angela Merkel è stata molto abile far passare come interesse europeo l’interesse nazionale tedesco nel preservare l’unione monetaria. È riuscita a far passare l’unione monetaria di Kohl e le riforme neoliberali di Schröder come merito suo. Allo stesso tempo, con le politiche di bilancio dei suoi governi, ha accettato il decadimento ormai avanzato dell’infrastruttura tedesca. (…)

„Ein Zerfall der EU zeichnet sich in der Tat ab“

Interview mit Michael Hesse, Frankfurter Rundschau, 19. Oktober 2021, S. 26-27.

Der Soziologe Wolfgang Streeck über die Entstehung einer neuen, bipolaren Weltordnung und die Rolle Europas und Deutschlands darin.

Herr Streeck, in Ihrem Buch „Zwischen Globalismus und Demokratie“ befassen Sie sich mit Imperien. Erleben wir gerade den Abgesang einer Supermacht, den der USA?

Wir sind Zeugen des Endes des amerikanischen Imperiums und des Aufstiegs Chinas, der Zeit einer neuen Bipolarität. Dieses historische Ereignis ist für die zukünftige Strukturierung des Staatensystems zentral. Nicht nur die letzten Ereignisse in Afghanistan zeigen den Machtverlust der USA. Ein 20-jähriger Krieg, den sie nicht gewinnen konnten. Die Amerikaner haben sich nach 1945 eigentlich immer so verstanden, dass es keinen Krieg auf der Welt geben darf, den sie verlieren. Dafür haben sie in Vietnam zwischen drei und sechs Millionen Menschen sterben lassen. Keiner kann das mehr erklären, und verloren haben sie trotzdem. (…)

Das Buch:

Wolfgang Streeck: Zwischen Globalismus und Demokratie. Suhrkamp, Berlin 2021.

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Wie sehen Sie die Dynamik von Politik und Wirtschaft?

Radio-Interview mit Jürgen Wiebicke, WDR 5: Das philosophische Radio, 27. September 2021.

Der Neoliberalismus ist eine dominierende Kraft. Sein Erfolg geht allerdings einher mit massiven Krisensymptomen. Und mit einem Machtverfall der Politik. Ein Problem für die Demokratien in Europa. Gibt es Alternativen?

Der Neoliberalismus ist eine Idee aus den 1930er Jahren. In den 1970ern und 1980ern war er ein Versuch, die Stagnation des Kapitalismus zu bekämpfen – “Durch die Verwandlung der Welt in eine einzige große Freihandelszone“, sagt der Politologe Wolfgang Streeck.

Eine Folge des Neoliberalismus war die Globalisierung, wie wir sie heute kennen. Die Nationalstaaten sollten am besten abgeschafft werden, mindestens aber möglichst funktionslos sein, eher eine Art regionale Folklore. Die Wirtschaft solle von ihnen nicht mehr beeinflusst werden, über die ökonomische Lage der Bevölkerung müsse der Markt entscheiden. Es hat sich, sagt Wolfgang Streeck gezeigt, dass ein solcherart verfasstes Wirtschaftssystem immens krisenanfällig ist. “Auf die Dauer bekommen die Leute Angst vor einem solchen Moloch.“ (…)

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