„Amerika ist unbesiegbar und kann sich alles leisten“

Ein Interview mit Wolfgang Streeck von Michael Hesse, Frankfurter Rundschau, 28. März 2026

Herr Streeck, die Finanzmärkte spielen verrückt, die Sorgen in den Volkswirtschaften wachsen angesichts des israelisch-amerikanischen Krieges gegen den Iran. Erinnert Sie das an die 1970er Jahre und den damaligen Ölpreisschock?

Nicht sehr. Das war damals alles noch einigermaßen überschaubar: ein Produzentenkartell im Mittleren Osten. Heute sind die USA dank Fracking energiewirtschaftlich autark und können sich bedenkenlos jeden Wahnsinn leisten, einschließlich einer planmäßigen Zerstörung der Energie-Infrastruktur nicht nur des Iran, sondern aller Golfstaaten, und als Zugabe der iranischen Gesellschaft insgesamt. Damals dagegen bereiteten sich Nixon und Kissinger auf eine Annäherung an China vor, und in Deutschland verfolgte die sozialliberale Regierung Brandt/Scheel seit 1969 eine neue Entspannungspolitik, die zum Ende des Ostblocks zwei Jahrzehnte später führte….

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