Von Konflikt ohne Partnerschaft zu Partnerschaft ohne Konflikt: Industrielle Beziehungen in Deutschland

Erschienen in Industrielle Beziehungen, 23 (1), 47-60

Der Aufsatz betrachtet das Lebenswerk von Walther Müller-Jentsch als wichtigsten deutschen Forscher der letzten Jahrzehnte über kollektive Arbeitsbeziehungen und das „deutsche Modell“ der Sozialpartnerschaft. Im Mittelpunkt steht das von Müller-Jentsch entwickelte Konzept der „Konfliktpartnerschaft“ als Beschreibung des derzeitigen Stands der industriellen Beziehungen in Deutschland vor dem Hintergrund ihrer Geschichte seit Anfang des 20. Jahrhunderts.

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Mit freundlicher Genehmigung des Rainer Hampp Verlags.

Warum der Euro Europa spaltet statt es zu einigen

Leviathan, Jg. 43 (2015), Heft 3, 365-386 (Online-Zugriff hier)

Basierend auf einem Vortrag in der Reihe „Distinguished Lectures in the Social Sciences“  am Wissenschaftszentrum Berlin, 21. April 2015

Zu den besonders ausführlich behandelten Themen im zweiten Kapitel von Max Webers monumentalem Werk Wirtschaft und Gesellschaft, überschrieben “Soziologische Grundkategorien des Wirtschaftens“ (1956 [1920]), gehört das Geld. Für den Soziologen Weber wird Geld zu Geld kraft einer „Verbandsordnung“ (ibid., 54), auch „Geldordnung“ (ibid., 125) oder „Geldverfassung“ (ibid., 145), die unter modernen Bedingungen, so Weber im Anschluss an Knapps Staatliche Theorie des Geldes (1905), nur eine von einem Staat monopolisierte sein könne (ibid., 125). Geld ist eine in einem Herrschaftsverband – ein weiterer zentraler Weberscher Begriff – ein- und durchgesetzte politisch-ökonomische Institution, die wie alle Institutionen bestimmte Interessen privilegiert und andere benachteiligt. Dies macht es zum Gegenstand gesellschaftlichen „Kampfes“ bzw., als wirtschaftliche Institution, zu einer Ressource in dem, was Weber als „Marktkampf“ bezeichnet. (…)

Vortrag und Diskussion als Video hier.


English version

New Left Review, Vol. 95, September-October 2015, pp. 5-26 (access here)


Version française

Contretemps, N° 31, Novembre 2016 (Lire la suite)

Monetary Disunion: The Domestic Politics of Euroland

With Lea Elsässer, Journal of European Public Policy, 2015

Abstract: Regional disparities within the European Union have always been perceived as an impediment to monetary integration. Discussions on a joint currency were linked to compensatory payments in the form of regional policy. Structural assistance increased sharply at the end of the 1980s. Later, however, it had to be shared with the new member states in the East. Moreover, the low-interest credit that Southern European Monetary Union members enjoyed as a result of interest rate convergence is no longer available. We predict that considerable amounts of financial aid will have to be provided in the future by rich to poor member countries, if only to prevent a further increase in economic disparities. We also expect ongoing distributional conflict between payer and recipient countries far beyond current rescue packages. We illustrate the dimension of the conflict by comparing income gaps and relative population size between the centre and periphery in Europe and in two nation-states with high regional disparities, Germany and Italy.

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(Previously published as Discussion Paper 14/17, Max Planck Institute for the Study of Societies, October 2014 Download [PDF])