The social condition of critical social science

Presented at the conference „Humanities and the Social Sciences in the Twenty-first Century“ organized by the École des hautes études en sciences sociales (EHESS), June 15-16, 2015

The presentation will attempt to define critical social science and explore its relationship to practical politics and collective action. It will then examine the different roles contemporary society offers to critical social scientists, after the demise of the figure of “organic intellectual”. It will focus on the situation of a critical social science cut off from political power and influence and under pressure from neoliberal “reforms” of academic scholarship and teaching. It also considers the need for critical social science to assert itself in a pluralist public governed by market laws against the white noise produced by omnipresent mass media, both conventional and new.

Links:
Video (presentation starts around minute 12)
Conference Program [PDF]

Wachsende Wirtschaft, schrumpfende Familien?

Beitrag der Projektgruppe „Soziale Bedingungen und Folgen flexibler Arbeitsmärkte“ zum Institutstag des Max-Planck-Institutes für Gesellschaftsforschung, 5.-6. November 2015

Einleitung (Wolfgang Streeck)
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Unsicherheiten und ihre Folgen für das Geburtenverhalten (Annina T. Hering)

Viele Kinder, keine Arbeit: Mütter an der Armutsgrenze (Sara Weckemann)

Aufzeichnung der Vorträge:

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Warum der Euro Europa spaltet statt es zu einigen

Leviathan, Jg. 43 (2015), Heft 3, 365-386 (Online-Zugriff hier)

Basierend auf einem Vortrag in der Reihe „Distinguished Lectures in the Social Sciences“  am Wissenschaftszentrum Berlin, 21. April 2015

Zu den besonders ausführlich behandelten Themen im zweiten Kapitel von Max Webers monumentalem Werk Wirtschaft und Gesellschaft, überschrieben “Soziologische Grundkategorien des Wirtschaftens“ (1956 [1920]), gehört das Geld. Für den Soziologen Weber wird Geld zu Geld kraft einer „Verbandsordnung“ (ibid., 54), auch „Geldordnung“ (ibid., 125) oder „Geldverfassung“ (ibid., 145), die unter modernen Bedingungen, so Weber im Anschluss an Knapps Staatliche Theorie des Geldes (1905), nur eine von einem Staat monopolisierte sein könne (ibid., 125). Geld ist eine in einem Herrschaftsverband – ein weiterer zentraler Weberscher Begriff – ein- und durchgesetzte politisch-ökonomische Institution, die wie alle Institutionen bestimmte Interessen privilegiert und andere benachteiligt. Dies macht es zum Gegenstand gesellschaftlichen „Kampfes“ bzw., als wirtschaftliche Institution, zu einer Ressource in dem, was Weber als „Marktkampf“ bezeichnet. (…)

Vortrag und Diskussion als Video hier.


English version

New Left Review, Vol. 95, September-October 2015, pp. 5-26 (access here)


Version française

Contretemps, N° 31, Novembre 2016 (Lire la suite)

Abschiedsvorlesung: „Gesellschaftssteuerung heute“

Abschiedsvorlesung als Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln, 30. Oktober 2014

Blätter für deutsche und internationale Politik 1/2015, 63-80

Als ich anfing, Soziologie zu studieren, im Jahr 1966, habe ich mir das Fach mehr oder weniger als wissenschaftliche Anleitung zur Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse vorgestellt. Im Hintergrund meiner Entscheidung für die Soziologie stand eine Überzeugung, die sich irgendwie in den Teilen meiner Generation verbreitet hatte, die später die „68er“ genannt werden sollten: dass die demokratischen Freiheiten, die sozialen Rechte der „kleinen Leute“ und die neue Friedfertigkeit der damaligen Gesellschaft prekär waren und verteidigt werden mussten; dass dies von den damals Regierenden nicht unbedingt zu erwarten war; und dass ohne breite politische Beteiligung von unten die Katastrophen der nahen Vergangenheit, die man nicht mehr miterlebt hatte, deren Spuren aber noch überall zu besichtigen waren, sich wiederholen könnten. Von der Soziologie insbesondere erhoffte man sich Aufklärung über den tatsächlichen Charakter der Gesellschaft, in der man lebte: über das, was einem von denen, die Bescheid wussten, verschwiegen wurde, und darüber, welche Kräfte einer besseren Zukunft im Wege standen und wie man mit diesen fertig werden konnte – ein Wissen, das man an diejenigen weitergeben wollte, die noch keinen Zugang zu ihm hatten. Theoretische, politische und technische Fragen verschoben sich ineinander und waren am Ende nicht mehr zu unterscheiden: Wie war es um die tatsächlichen Machtverhältnisse in der Nachkriegsgesellschaft bestellt? Wer regierte wirklich? Was stand hinter dem Antikommunismus der Lehrpläne und der herrschenden Rhetorik? Was musste man lernen, was musste wer tun, um autoritäre Traditionen zu beenden, den gesellschaftlichen Fortschritt voranzubringen und der Ungleichheit der Klassenlagen und Lebenschancen ein Ende zu setzen? (…)

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